Mein Jahresrückblick 2025 ist kein „normaler“ Jahresrückblick. Er lässt sich nicht in eine Form oder ein Schema pressen. Denn dieses Jahr ist hat mich grundlegend verändert. Es ist eine Reise, die mich sehr gefordert und stellenweise emotional überfordert hat. Unversehens wurde ich aus meiner Komfortzone katapultiert, musste über mich hinauswachsen, spürte den Wachstumsschmerz.
Kann man Transformation in einzelne Highlights quetschen?
Nein. Das Jahr endete und ich hatte keine Idee, wie ich meinen Jahresrückblick am besten einfangen sollte. Ich stand vor der Aufgabe, den Durchbruch meiner bewussten Entwicklung von über 600 Seiten meines Journals auf einige Highlights und wenige Absätze zu reduzieren. Ich hatte etwas zu erzählen, nicht um des Erzählens willen oder um mein Ego aufzubauschen, sondern weil das, was ich erlebt hatte, Pionierarbeit gewesen ist.
Mein Jahresrückblick verwebt zwei Handlungsstränge: meine innere und äußere Welt. Eine innere Heldenreise, in der die äußere Zeit nicht stillstand, sondern unbarmherzig weiterlief. Das Leben schob mich vorwärts- berührte verschiedenen Stationen der Erkenntnis, Heilung und Transformation. Dies sind meine „Highlights“, die ich mit dir teilen mag: authentisches ehrliches ungeschöntes Wachstum.
Aus mir spricht der Mut, anders zu sein und die Form zu sprengen.
Ich bin eine Frau der Tiefe. Medium, Hellfühlige und Empathin, deren größte Angst der Schmerz selbst war. Die ins Unbewusste hinabtauchte, ihren Schattenthemen begegnete und heilte. Mein Rückblick von 2025 ist keine leichte Kost, nichts zum Konsumieren für „zwischendurch“ auf der Couch. Er spricht eine eigene Sprache- die der Wandlung aus sich selbst heraus.
Vorbereitung: Ich kehre zu mir zurück
2025 würde ich losgehen. Meine Vision würde lebendig werden. Das spürte ich deutlich, ohne zu wissen, wie. Also ging ich einfach los.
Rückblickend erkenne ich: Die ersten Monate 2025 haben mich leise vorbereitet. Sie haben mich entschleunigt, zu mir geführt und innerlich geleert- damit später Neues entstehen konnte. Im Jahresrückblog 2024 traf ich auf Judith Peters und schrieb meinen ersten Jahresrückblick.
Mit Judiths Blog-Community fand mein Schreiben einen Raum. Nicht strategisch und kopflastig, sondern dynamisch im Flow, als Rückverbindung zu mir selbst. Das Schreiben half mir, wahrzunehmen, zu fühlen, mich zu erinnern. Gleichzeitig begann ein tiefes inneres Sortieren: Was ist wirklich meins- und was entspricht mir nicht?

Losgehen ohne Plan: Schreiben ist mein Ausdruck
Ich bin leidenschaftliche Bloggerin. Schreiben ist mein Ausdruck. Dabei schreibe ich nicht „klassisch- strategisch“, sondern medial und aus dem Flow heraus. Mein Blog ist ein spiritueller Blog und ein Großteil meiner Veröffentlichungen sind Artikel zur Zeitqualität und den verschiedenen Energien (Portaltage und Mondenergie), die auf uns einwirken. Ich erlebe den Menschen und seine Umwelt als Symbiose. Im Flow mit den Energien und den Rhythmen der Natur sein, ist für mich Weg der Rückverbindung.
Im Alltag der Blog-Community durfte ich ausprobieren, sichtbar werden, neue Formate kennenlernen. In dieser Übergangszeit begann mein Schreiben eine neue Bedeutung zu bekommen. Ich schrieb nicht mehr, um zu überzeugen, zu gefallen oder klug zu wirken, sondern weil Worte hindurch wollten. Manchmal tastend, manchmal roh, manchmal unsicher.
Meine erste Blogdekade mit 13 Blogartikeln in 10 Tagen war ein Eintauchen in einen neuen Flow. Dabei wurde mir klar: Ich möchte nicht länger funktionieren. Ich möchte wahrhaft sprechen. Und genau dort begann etwas Neues.
Wahrhaftigkeit: Der Schritt in die Authentizität
Schon 2024 hatte ich begonnen, authentischer zu kommunizieren nicht nur das zu sagen, was passt, sondern das, was wirklich in mir schwingt. Diese Ehrlichkeit machte mich verletzlicher, aber sie machte mich auch wahrhaftiger.
Mit meiner besten Freundin traf ich den Entschluss, uns absolut ehrlich zu begegnen. Wir sind beide medial und kommunizieren nicht nur verbal und non- verbal, sondern beziehen unsere Hellsinne mit ein. Diese neue Tiefe der Begegnung war wunderschön und zugleich herausfordernd. Denn je echter ich wurde, desto weniger konnte ich in alte Kommunikationsmuster zurück.
Nach und nach begann ich etwas völlig Neues zu verkörpern: absolutes Echtsein. Meine Rückblicke und Bewusstseinsletter wurden immer tiefer und damit auch verletzlicher. Der Weg der Authentizität ist kein Spaziergang. Denn er konfrontiert dich in jeder Minute deines Lebens mit dir selbst. Es gibt kein Ausweichen und Verstecken, nur ehrliches Teilen. Die Konsequenz dieser neuen Haltung zeigte sich bald.

Abschied: Für meine Wahrheit einstehen
Im Februar verließ ich- nach langem Ringen- meine frühere mediale Gruppe, die mich über längere Zeit begleitet hatte. Nicht aus Trotz. Nicht aus Groll. Sondern weil ich spürte: Ich kann nicht in Räumen bleiben, in denen Unausgesprochenes den Raum füllt und Konflikte unter den Teppich gekehrt werden. Ich verliere mich, wenn ich bleibe.
Lange hielt ich fest- aus Loyalität, aus Gewohnheit, vielleicht auch aus Angst, falsch zu handeln. Doch etwas in mir wurde immer stiller und klarer. Als ich schließlich ging, war ich traurig. Und zugleich tief bei mir. Zum ersten Mal wählte ich nicht Zugehörigkeit um jeden Preis, sondern Integrität. Meine Wahrheit durfte wichtiger sein als Harmonie.
Ich hätte ich mir gewünscht, sie hätten den Mut gehabt, offen und ehrlich ins Gespräch zu gehen und nicht auszuweichen. So blieb mir nur für meine Wahrheit einzustehen- mit allen Konsequenzen.
Wenn du nicht mehr gefallen, geliebt und anerkannt werden willst, wenn dir der Applaus der Welt egal wird, hörst du nur noch auf das, was sich für dich stimmig anfühlt. Du schaust auf deinen inneren Kompass, deinen Gradmesser. Bewegst dich achtsamer, spürst tiefer, reflektierst und prüfst, um daraus deine Entscheidungen zum höchsten Wohl zu treffen. Und manche Entscheidungen tun weh und fordern alles von dir. Vor allem absolutes Vertrauen in deinen Weg.
Körper & Grenze: Die Erschöpfung spricht
Parallel meldete sich mein Körper. Ein erster auffälliger Befund. Angst. Unsicherheit. Kontrolltermine. Gleichzeitig fühlte ich mich erschöpft bis in die Tiefe.
Die Erschöpfung des Vorjahres war noch spürbar, mein Akku blieb niedrig. Jahrelang habe ich funktioniert und bin über meine Grenzen gegangen- als Krankenschwester, Leitungskraft, Mutter. Im Mai 2024 kam dann der Nervenzusammenbruch. Nichts ging mehr- und ich habe mich geschämt. Wer bin ich, wenn ich nichts mehr leiste?
Selbst einfache Entscheidungen überforderten mich. Es wurde deutlich: So geht es nicht weiter. Ich hatte mich verloren. Kein Rhythmus. Kein Gefühl, wer bin ich eigentlich? Während ich innerlich immer klarer wurde, zeigte mir mein Körper Grenzen. Meine Ärztin verordnete eine Kur. Und diesmal sagte ich nicht reflexhaft: „Ach, es geht schon.“ Ich sagte: Ja.
Mutter-Kind-Kur: Ich komme bei mir an
Im März fuhr ich mit meinen drei Kindern ins Sauerland. Die Mutter- Kind- Kur war keine Wellness- Reise, sondern einer meiner großen Meilensteine 2025.
Die Wochen im Sauerland wurden zu einer Schwelle. Die Struktur, die Stille, die Natur- all das trug mich. Zurückgeworfen auf mich selbst, erlebte ich eine wundervolle Zeit in tiefer Auseinandersetzung mit mir. Ich erhielt so viel Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Ich bekam Massagen, bewegte meinen Körper, sprach in den Gruppen, hörte anderen zu und begann mich selbst wieder zu spüren. Manches überraschte mich, beispielsweise das Reiten: plötzlich oben, getragen, und doch dem Unbekannten vertrauend. Ein erstes Überwinden der Komfortzone und stiller Vorgeschmack darauf, wohin mich dieses Jahr führen würde.



Erste Klarheit: Die äußere Form entsteht aus dem Inneren
Manchmal saß ich einfach da und atmete. Im angrenzenden Waldstück fand ich einen Meditationsplatz, den ich in freien Stunden aufsuchte. Die Ruhe tat mir und meiner Seele gut. Ich atmete auf- spürte Liebe und Dankbarkeit für diese wundervollen Momente in der Stille. Ich begann zu verstehen, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist, die ein Schattendasein fristet. Sie ist ein Versprechen an mich. Ein Versprechen, mich nicht wieder zu übergehen.
Die ersten zarten Monate waren das Fundament. Hier lerne ich, langsamer zu werden, tiefer zu fühlen, klarer zu sprechen. Nicht, weil ich weiß, wohin der Weg führt, sondern weil ich spüre, dass ich mich wieder finden muss. Ein zarter Neubeginn. All das bereitete die tiefe Transformation vor, die ab Sommer in mein Leben kam.
Bewährungsprobe: Meine Wahrheit hält der Realität stand
Zuhause holte mich der Alltag ein. Na, er versuchte es zumindest. Aber ich blieb standhaft und etablierte meine Veränderungen. Ich lernte liebevoll mit mir zu sein. Grenzen, die ich aussprach- manchmal zögerlich, manchmal klar. Ich übte, mich nicht zu rechtfertigen, sondern bei mir zu bleiben.
Und ich begriff: Bis 2025 hatte ich für alle gelebt- außer für mich. In diesen Wochen begann ich, mir mein Leben zurückzugeben.
Zurück im Alltag: schaffe ich es, bei mir zu bleiben?
Ich spürte, wie leicht ich wieder in alte Muster rutschen konnte: funktionieren, mitmachen, aushalten. Doch diesmal war etwas anderes in mir wach: Ich möchte nicht mehr zurück in die Erschöpfung. Also begann ich mit scheinbar kleinen Veränderungen, die mich nicht überforderten:
Ich kneippte- ich, die Frostbeule;)
Ich buchte regelmäßig Massagen.
Ich ging spazieren, auch wenn es nur 20 Minuten waren.
Ich machte Online-Yoga.
Und ich meditierte- anfangs einmal täglich, dann morgens und abends als Ritual zur inneren Zentrierung.
Zurück im Alltag wollte alles sofort wieder „wie früher“ werden. Doch in mir war etwas anders- es hatte KLICK gemacht.



Authentisch sein– auch wenn es unbequem ist
Ich schaute mit neuen Augen auf mein Leben und Wirken: Coaching-Tipps, Marketing- Strategien, Einheits- Rezepte… Expertise, die sich plötzlich fremd anfühlte. Übergestülpt. Leblose Form ohne meine Stimme. Ich fragte mich: Wie drückt sich meine Wahrheit aus? Wie sieht Sichtbarkeit in meinem Tempo und in meiner Energie aus? Und dann kam leise und ohne Druck die erste Idee: Die Portaltagbegleitung. Nicht aus dem Kopf mühsam erdacht. Sie fand mich und ich formte sie auf meine Weise.
Mit wachsender Klarheit kam auch eine alte Angst zurück: Was passiert, wenn ich ehrlich bin? Ich merkte, wie ich geneigt war, auszuweichen, um mein Gegenüber nicht zu verletzen.
Grenzsetzung war für mich ein schwieriges Übungsfeld. Ich versuchte es mit sanfter Stimme, vorsichtig fast fragend, entschuldigend. Meine zögerlichen ersten Schritte wurden anfangs nicht gesehen, weil mir Klarheit und Festigkeit in meiner Stimme fehlten. Ich spürte, dass ich immer noch bereit war, mich aufzugeben und mich zu verlassen.
Es gab Situationen, wo es mir leicht fiel. Aber je näher mir derjenige war, desto weniger wollte ich enttäuschen.
Also stellte ich mir die Frage: Wenn ehrlich sprechen nicht geht, ist Schweigen dann liebevoller? Oder ist Schweigen auch eine Form, mich unsichtbar zu machen? Dieses innere Pendeln- meine Grenzen enger zu setzen, zu wahren, zu kommunizieren und die stumme Bitte an mein Umfeld, es würde diese bemerken und akzeptieren. Diese Spannung begleitete mich und ich spürte meine innere Verletzlichkeit in diesen Momenten.

Begegnung mit Neid– ein Schatten zeigt sich
In dieser Phase berührte ich ein Thema, das selten jemand offen anspricht: Neid. Nicht laut und offensichtlich. Eher subtil, unterschwellig, kaum greifbar- aber spürbar.
Ich fragte mich: Warum fühlt es sich so an, als ob mein Losgehen etwas triggert? Ich wünschte mir, ich würde mich irren. Vor allem bei meiner besten Freundin. Doch gleichzeitig spürte ich, dass etwas zwischen uns zu kippen begann.
Neid will gesehen werden sonst piekst er. Ich spürte die Dissonanzen in ihrem Feld auch wenn sie versuchte sie zu verbergen. Ich nahm leise wahr und fühlte Verständnis, dass sie Schwierigkeiten hatte, mir mein Losgehen zu gönnen. Jedoch fehlten mir die Worte, meine Wahrnehmung zu teilen. Nicht bewertend, sondern benennend, um darüber ins Gespräch zu kommen und das Thema aufzulösen.
Weil ich ihre Scham spürte, blieb ich stumm. Wollte kein Öl ins Feuer gießen. Fragte mich selbst: Mache ich etwas falsch? Darf ich überhaupt gehen? Darf ich wachsen? Darf ich mich freuen, dass es sich für mich entwickelt? Das Gefühl von Schuld tat weh. Und doch war es ein wichtiger Spiegel: Ich darf ich sein auch mitten im Prozess. Transformation bedeutet, dass nicht alles allen gefällt.
Gedanken beobachten und Freiheit wählen
Parallel begann ich, meine Gedanken zu beobachten: Was erzähle ich mir den ganzen Tag? Ist das wahr? Möchte ich das glauben? Ich erkannte Muster: abwertend, bewertend, kontrollierend, kreisend.
Da traf ich eine bewusste Entscheidung: Meine Gedanken sind nicht die Chefs. Ich bin diejenige, die wählt. Und in diesem Moment trat ich innerlich einen Schritt zurück- und etwas in mir wurde stiller. Freier. Stärker.
Nicht mehr nur erkennen, sondern leben, halten, durchstehen. Mit Angst. Mit Neid. Mit Enttäuschung. Und gleichzeitig mit wachsender innerer Kraft. Ich teilte diese Beobachtung mit meiner Freundin. Sie ist analytisch, verstehend, einordnend. Der Verstand und die Gedanken halten ihre Macht.
Meine Worte prallten an ihr ab. Meine Bitte, nicht fortwährend in alte Felder einzutauchen und mir alte Erinnerungen zu präsentieren, fand kein Gehör. Ich verstand- während ich der Gefühlsmensch war, war sie der Verstandesmensch. Meine Entdeckung, musste sich äußerst unwohl anfühlen. Noch definierte sie sich über den Verstand…

Angst: Der Körper spricht noch einmal
Während ich innerlich wach wurde, meldete sich mein Körper erneut. Kontrolle. Verdächtiger Befund. Ankündigung einer Gewebestanze. Plötzlich tauchte die große Angst auf: die Angst zu sterben.
Ich spürte, wie verletzlich Leben ist. Wie schnell alles kippen kann. Wie sehr ich lernen musste, mich in dieser Angst selbst zu halten. Also stabilisierte ich mich Schritt für Schritt: energetisch, körperlich, emotional. Bis Ende Juni gelang es mir tatsächlich, ruhiger zu werden und mich in einer hohen Schwingung zu halten.
In dieser Zeit hoffte ich auf die Unterstützung und Nähe meiner Freundin. Auf gehalten werden. Auf gemeinsames Tragen. Doch die Dynamik drehte sich immer wieder um sie und ich merkte: Ich bin gerade allein mit dem, was mich zutiefst beunruhigt und ich darf mich nicht auf Erwartungen ausruhen.
Das tat tief weh. Und gleichzeitig zeigte es mir, wie wichtig es ist, mich selbst nicht mehr im Stich zu lassen. Ich sehnte mich danach, von ihr den Halt zu erhalten, den ich ihr immer gab. Ich wartete bewusst auf ihre Hilfe, weil ich wußte, es war ihre Gelegenheit, aus dem Mittelpunkt herauszutreten. Es war ihre Chance, Gegenseitigkeit zu verkörpern.
Beziehung auf Augenhöhe– und die leise Vorbereitung für später
Im Mai wandte ich mich noch stärker den Themen Selbstliebe, Du-Liebe und Partnerschaft zu. Ein Thema, das wie gerufen kam. Es gab einen Anteil in mir, der sich optimieren wollte, um in Begegnung nicht zu verletzen. Weil ich gespiegelt bekam, dass ich nicht gut genug war, nicht reif genug, nicht bewusst genug.
Ich fühlte die Last von Schuld und die Rechtfertigung gegenüber Vorwürfen und Anklagepunkten. Ich löste Vorstellungen. Ich sah mir alte Muster an.
Ich brachte meine Partnerschaft auf ein neues, klares Niveau. Es fühlte sich friedlich, offen, ehrlich an- wie ein Aufatmen. Und ich glaubte, auch die Verbindung zu meiner Freundin bereinigt zu haben. Ein Irrtum.
Damals ahnte ich noch nicht, dass diese neue innere Klarheit später der Maßstab sein würde- auch für die Freundschaft zu meiner besten Freundin. Denn ich sah, dass unsere Verbindung (beiderseitig) voller Muster, Verstrickungen und Abhängigkeiten war. Es war Zeit, hinzuschauen und unsere Verbindung auf ein höherschwingendes Level zu bringen.

„Ich bin da, weil ich da sein möchte,“ antwortete ich.
Hochrutschen- Wenn Bewusstwerdung trennt
Seit geraumer Zeit spürte ich, dass sich mein Bewusstsein neu ausrichtete. Die Meditationen und die innere Arbeit trugen dazu bei, dass sich meine Schwingung erhöhte. Lange wollte ich es nicht wahrhaben, weil ich bei ihr bleiben wollte. Der Gedanke, alleine hochzurutschen, fühte sich nicht richtig an. Schließlich gingen wir Hand in Hand.
Ich versuchte ihr meine Erkenntnisse mitzuteilen, so dass sie von sich aus folgen konnte. Versuchte, sie mitzunehmen und hochzuziehen, was bis zu einem gewissen Grad ging. Aber es gab einen Punkt, wo sie mir nicht mehr folgen konnte: das Sternentor.
Es war zur Zeit der Sommersonnenwende, dass ich diesen Punkt erreichte. Eine Zeit, in der sie innerlich unruhig und angespannt war. Wenn ich eins kann, dann ist es Ruhe ausstrahlen und Halt geben. Wie ein Fels in der Brandung: Atmen. Cool sein. Erden.
Das Sternentor faszinierte mich. Ich teilte mein Erleben und meine Forschung, der sie allerdings nicht mehr folgen konnte. Stattdessen rutschten wir energetisch aneinander vorbei. Schuldgefühle meinerseits, Vorwürfe und Druck ihrerseits. Meine Schuldgefühle ließen mich krank werden. Wie im Fiebertraum erlebte ich mehrere Tage. Es war furchtbar. Ich glaubte, ich hätte meinen liebsten Menschen, meine Seelenschwester, gefährdet! Hatte nicht aufgepasst, nicht abgefragt, dass sie mir nicht mehr folgen konnte. Verzweiflung und Schuld beschwerten mein Herz.
Etwas schob sich zwischen uns wie eine Glaswand. Ich auf der einen, sie auf der anderen Seite. Lost.

Zusammenbruch, Verlust und Neubeginn
Das dritte Quartal 2025 wurde zum Schlüssel meiner Transformationsreise. Jeder Monat trug seine eigene Intensität: Im Juli der plötzliche Zusammenbruch, im August standen Schmerz und Trauer im Vordergrund, im September begann das Loslassen und die Neuorientierung. Während es auf den ersten Blick einer klaren Reihenfolge folgte, waren die Schritte oft vorwärts, dann wieder zurück- ein Tanz zwischen innerer Arbeit und äußeren Veränderungen.
Ich lernte in dieser Phase etwas Entscheidendes: Loslassen klingt leicht. Aber es ist ein innerer Abschied. Von alten Rollen. Von Kontrolle. Von dem Versuch, alles im Griff zu haben. Mein Kopf verstand viel. Doch mein Herz brauchte Zeit, um hinterherzukommen. Und genau hier begann mein inneres Wachstum: Ich kann nicht in mein Neues gehen und gleichzeitig am Alten festhalten.
Der Bruch: Verlust und Ghosting
Der Juli war der Monat, wo alles zusammenbrach. Chaos und emotionale Überforderung pur. Einen Tag vor der geplanten Gewebestanze versprach mir meine beste Freundin Unterstützung: „Sicher helfe ich dir.“ Doch für mein angespanntes Nervensystem war die Situation zu viel. Zweieinhalb Monate hatte ich gehofft, wir hätten energetisch begleiten können. Jetzt, einen Tag vor dem Eingriff hatte ich das Gefühl, ich hätte eine wichtige Chance zur Regulation verpasst, weil anderes wichtiger war als ich.
Ich stieß an meine Belastungsgrenze und das kurz vor meiner ersten Portaltagbegleitung. Mein Nervensystem war angespannt: die Gewebestanzen, körperliche Schmerzen, das Warten auf das Biopsieergebnis.
Zeitgleich spürte ich den Druck auf mir lasten, ihren Alarm am Sternentor zu regulieren. Sie verließ sich auf mich, aber ich konnte ihr nicht helfen- egal wie fein ich mein System einstellte. Sie verstand nicht, dass ich nicht sie ablehnte, sondern die Belastungsspitze an der Stelle zu viel war. Dass ich Ruhe brauchte, um mich gerade selbst zu halten.
Am Tag meines Geburtstags erreichte mich die letzte Nachricht von ihr: einige liebe Zeilen eines Geburtstagsgrußes und dann- nichts mehr. Absolute Stille. Es war wie ein Stich ins Herz. Plötzlich stand ich allein da, konfrontiert mit Ghosting.
Interessanterweise ging sie im Juli, dem Monat der tiefen Emotionen. Gefühle machen verletzlich. Einfacher ist es, sie auszublenden. Sich einzureden, man wäre ein Kopfmensch, obwohl die Emotionen tief sind. Tiefe und Nähe können Angst machen, wenn die innere Sicherheit fehlt. Wut ist leichter zu tragen als Verletzlichkeit. Weil zuzugeben, dass Emotionen Teil von ihr sind, sich wie ein Verlust ihrer Rüstung anfühlen würde.



Empathie und Selbstreflexion: Die innere Begegnung
Lange Zeit habe ich mich dagengen gewehrt, das Wort zu benutzen: Ghosting. Ich erlebte diese Zeit wie paralysiert. Suchte Antworten auf meine hundert Fragezeichen. Mein gesamtes System in Chaos, Alarm, emotionale Überforderung. Der Schock, die Verzweiflung und das Nicht-Verstehen-Wollen des Geschehenen trafen mich tief. Ich spürte Leere, Traurigkeit, Verlust. Nachts wurde ich wach, rief im Traum ihren Namen, suchte sie, griff ins Leere.
Am schlimmsten war der Schmerz. Bereits im Normalzustand ist mein System fein eingestellt. Aber jetzt traf mich der Schmerz unvorbereitet und mit voller Wucht. Ich zerbrach im tausend Scherben. Während ich fiel, war da eine Stimme, die mir zurief „Schau dir das ganz genau an!“
Und das tat ich. Es war unsagbar schwer, aber ich blieb bei mir. Ich wusste, hier geschieht gerade etwas Bedeutsames, ein Schlüsselmoment. Schon früh hatte ich gelernt, immer die Starke zu sein. Jetzt kapitulierte ich. Ich atmete- das war alles, was blieb.

Konfrontation mit meinen Mustern
Ich begann, mich bewusst mit den nun auftauchenden Themen auseinanderzusetzen: Schmerz, Muster, Gefühle. Ich verdrängte nichts, ging durch den Schmerz hindurch. Dieser Entschluss erforderte meinen gesamten Mut, denn es tat weh- verdammt weh. Während ich meinen Weg protokollierte, durchlief ich einen über mehrere Monate unermüdlichen Prozess der Selbstbeobachtung: Meditation, Bewusstwerdung durch Erkenntnis, Energiearbeit, Reflektion.
Als Empathin habe ich alles gespürt: Schmerz, Neid, unausgesprochene Worte, die Dynamik unserer Freundschaft. Ich begann zu erkennen, dass meine Empathie lange ein Schutzsystem war: Ein feines Gespür, geboren aus frühen Kindheitserfahrungen in einer unsicheren Umgebung, das mich warnte und mir half, mich zu orientieren. Gleichzeitig hatte es Schattenseiten: Grenzen verschwammen, Bedürfnisse anderer traten vor meine eigenen.
Schmerz, Trauer und bewusste Verarbeitung
Im August stand der innere Schmerz im Vordergrund. Ich begann, meine Erfahrungen schriftlich zu verarbeiten: Blogreihe „Bewusste Verbindungen“. Dabei ging es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Bewusstheit. Ich reflektierte über Muster, Schatten und die Dynamik zwischen Empath und Gegenüber.
Mein alter Kater starb am 12.08. Er verließ mich bewusst, schenkte mir einen bewussten Abschied. Er gab mir das, was meine Freundin nicht konnte. Ich war tieftraurig und gleichzeitig voller Dankbarkeit.
Während innen alles zerbrach, geschah außen viel Positives:
- Die erste Portaltagbegleitung war ein voller Erfolg.
- Meine Monatsbegleitung starte im August als erste energetische Reise durch den Monat.
- Ich veröffentlichte meinen 100. Blogartikel– ein Meilenstein.
Jeder Erfolg im Außen war mit innerem Schmerz verbunden- ein „Erfolg mit weinendem Herzen“. Ich lernte, Freude und Trauer gleichzeitig zu halten. Weiterzugehen, auch wenn es schwer war.



Loslassen, neue Orientierung und Erkenntnisse
Der September brachte Erschöpfung nach dem intensiven Sommer, aber auch neue Klarheit. Eigene monatliche Musik-Playlists halfen mir ab hier, meinem Prozess Ausdruck zu verleihen. Ich fasste den Entschluss, aus alten Mustern, Abhängigkeiten und Manipulationen auszusteigen.
Es wirkt geordnet, als folge alles einer inneren Logik. Tatsächlich war es ein Weg mit Schritten vor und zurück. Meine beste Freundin war für mich weit mehr als nur eine Freundin, und der Abschied tat unsagbar weh. Jeden Tag dachte ich an sie- dankbar für die Tiefe, in die sie mich schauen ließ. Diese Verbindung schenkte mir Bewusstwerdung, ein Gefühl echter Begegnung, das ich nicht mehr missen möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, in alte Beziehungskonzepte zurückzukehren: ohne Tiefe, ohne Wahrhaftigkeit, nur um weniger verletzlich zu sein.
Mein Selbstbild als Empathin begann zu bröckeln, Angst und Schmerz begleiteten mich. Was blieb, wenn ich losließ? Ich sah meine eigenen Schichten: Muster, Fassaden, Abhängigkeiten. Schonungslos, aber befreiend. Es war Zeit, mich selbst in den Blick zu nehmen so wie ich zuvor andere betrachtete.
Ich erkannte meine eigenen Muster klarer: die ständige Hilfsbereitschaft, das Bedürfnis, gebraucht zu werden, die unbewusste Anpassung an andere. Das Loslassen öffnete neue Räume. Die Situation mit meiner Freundin ereignete sich genauso, wie sie sollte: Damit wir beide etwas erkennen. Was sie daraus macht, ist ihre Lernaufgabe.

Selbstermächtigung und innere Klarheit
Carl Gustav Jung wurde in dieser Phase mein geistiger Begleiter. Er beschrieb den Weg vom Unbewussten zum Bewussten, das Ablegen der Persona und die Individuation. Seine Gedanken gaben Sprache für das, was in mir geschah. Hier fühlte ich mich in meinem Prozess gesehen.
Parallel zu den äußeren Ereignissen entstand eine tiefe innere Klarheit: Ich lernte, meine Gedanken bewusst zu lenken, meine Schwingung zu halten und mich nicht länger über die Resonanz anderer zu definieren. Ich differenzierte zwischen echtem Schattenverhalten und bloßer Überforderung oder eigenen Mustern. Ich untersuchte unsere Dynamik, ohne zu urteilen, aber mit radikaler Ehrlichkeit zu mir selbst.
Als Empathin war ich gefangen in der Rolle der Retterin, Heilerin, ständig in Alarmbereitschaft. Ich genoss es, gebraucht zu werden, und zog Wert daraus. Allmählich lernte ich, für mich zu sorgen, Grenzen zu setzen und echte Selbstliebe zu entwickeln. Als ich mich mehr mir selbst zuwandte, wurde diese Veränderung skeptisch betrachtet. Schuldgefühle- bis ich erkannte: Es gibt keine Schuld. Es ist ein Konzept, das ich überwinden konnte.
Im Prozess verstand ich auch meine Empathie neu: wie sie entstanden ist, in welchen Formen sie wirkt, wo sie heilt und wo sie fesselt. Jung half mir, Worte und Orientierung zu finden. Und so begann ein bewusster Weg: vom Reagieren ins Erkennen, vom Retten ins Grenzen-Setzen, vom Aushalten in die Verantwortung für mich selbst.



Gewissheit finden- Den sensiblen Punkt untersuchen
In meiner tiefer Auseinandersetzung gab es einen äußerst sensiblen Punkt, den ich nicht verschweigen will. Nicht nur meinen Schatten begegnete ich absolut ehrlich, sondern auch der Wirkweise, die dazu geführt hatte, dass sich unsere Muster derart bedienten. Ich wollte verstehen, was da passiert war.
In den Social media boomen die Themen Narzissmus und toxische Beziehungen. Ich sah die Posts. Vieles klang vertraut und doch wollte ich differenzieren. Nur weil jemand oft im Mittelpunkt steht, auf seine Bedürfnisse schaut oder ghostet, ist das keine Diagnose.
Ich forschte weiter in mir. Das Ergebnis: Ihr Erleben drehte sich oft um sie, doch ich konnte keine absichtliche Manipulation fühlen. Dieser ehrliche Blick auf unsere Dynamik war Teil meiner Schattenarbeit. Ich wollte verstehen, welche Muster wir einander triggerten und dabei radikal ehrlich mit mir sein.
Ich glaube an sie. Sie ist kein böser Mensch, weil sie flieht. Vielleicht ein verletztes Wesen, was ich unbeabsichtigt in ihren Verletzungen getriggert habe, so dass sie aus ihren unbewussten Mustern reagierte. Manchmal tritt man aus Überforderung aus Verbindung. Da ist keine Bösartigkeit, Macht oder Manipulation dahinter. Vielleicht nur ein Herz, dass nicht anders zu reagieren wusste als weggehen.

Die Dunkelheit, die Stille und das Erwachen
Die letzten Monate des Jahres waren geprägt von tiefer Innenschau, Loslassen und innerer Erneuerung. Nach den zurückliegenden intensiven Monaten trat ich nun in eine Phase, in der es darum ging, alles Alte abzulegen und mich in der Stille zu verankern.
Die Begegnung mit der Leere
Im Oktober öffnete sich in mir eine neue Dimension: Leere, Dunkelheit, Einsamkeit. Kein bedrohliches Nichts, sondern eine stille, friedliche Leere. Ich spürte die ersten Momente völliger Ruhe, nachdem mein gesamtes Leben lange von Emotionen und einem inneren Alarm geprägt war. Plötzlich war alles still. Die Meditationen führten mich tief zu mir selbst.
In dieser Dunkelheit erkannte ich: Anfang und Ende sind eins. Der Schmerz, der mir lange wie ein Feind erschien, zeigte mir nun den Weg zurück zu mir. In der Einsamkeit fand ich neue Verbundenheit im Einssein mit mir selbst, mit dem Ursprung allen Seins. Ich begriff: Authentizität ist der einzige Weg, die alte Version meiner selbst gibt es nicht mehr.



Eintauchen in Stille und Selbstgeborgenheit
Der November vertiefte diese Erfahrung. Ich begann, die Stille in mir bewusst zu betreten und Geborgenheit zu spüren. Alte Muster im Miteinander wurden sichtbar: Wo bediente ich noch alte Rollen? Ich übte, aus Klarheit und Integrität zu handeln, statt reflexartig zu reagieren.
Zeitgleich entstanden kreative Momente: Schreibimpulse, Meditationsübungen, neue Blogideen– alles eingebettet in die innere Ruhe. Ich beobachtete, wie ich weniger auf äußere Resonanz reagierte und mehr meine eigene Wahrheit hielt. Die Balance zwischen innerer Stille und äußerem Wirken wurde spürbar.

Abschluss, Licht und Frieden
Der Dezember brachte ein Gefühl von Abschluss und Zyklusende. Ich war durch das Feuer gegangen, habe alle Schmerzen spürbar durchlebt. Meine innere Wüste der Einsamkeit endete in der Stille.
Eine letzte Reise nach Berlin half mir, diesen Wandel zu vollenden. Ich sah mich auf der Bühne meines Lebens: als Marionette, angepasst, brav, Muster bedienend. Ich löste die Fäden, die mich hielten, trat von der Bühne herunter– ohne Applaus, ohne Bestätigung. Mein Nervensystem atmete auf, der innere Alarm war endgültig ausgeschaltet.
In dieser Phase löste ich Projektionen: die auf mir liegenden, aber auch die, die ich auf andere gelegt hatte. Ich sah: Ich und du, sie und ich, in tiefer Verbundenheit. Ich blickte auf meine beste Freundin, spürte ihren guten Kern und übermittelte ihr inneren Frieden und tiefe Dankbarkeit während der Berlinreise. Alles war so gekommen, wie es kommen musste. Sie hatte mir geholfen, aus einem Dornröschenschlaf aufzuwachen und in das volle Bewusstsein meiner selbst einzutauchen.



Wagemut, Magie und Dankbarkeit
Habe ich 2025 etwas getan, das ich mich früher nie getraut hätte? Ja. In Berlin stieg ich einfach in den Bus ohne Plan, nur mit dem Impuls, zu ihr zu fahren. Vor meinem Hotel hielt genau eine Linie. Sie fuhr direkt in ihre Straße. Zufall? Ich nenne es Führung. Unsere Freundschaft war tief, doch ich war nie bei ihr gewesen. Köln und Neukölln trennt halb Deutschland und doch fühlte ich uns wie zwei Seiten einer Medaille, wie Sonne und Mond.
Unterwegs bat ich um ein Zeichen. Immer wieder tauchte die Sonne auf- ihr inneres Bild für mich. Ich ließ mich führen, stieg intuitiv aus, fast vor ihrem Haus. In meinem Rucksack lag ein Block. Ich wollte einige Worte schreiben. Doch es gab keine Briefkästen an ihrem Haus. Ich setzte mich ans Wasser, vielleicht an den Ort, an dem sie manchmal sitzt. Ich schloss die Augen, suchte die Worte. Leise Tränen fielen währendessen Tropfen um Tropfen auf das Blatt. Als ich fertig war, riss ich die Seite heraus, faltete sie, schrieb ihren Namen darauf, ohne zu wissen, wie dieser Brief je zu ihr finden sollte. Ich gab es ab ans Universum.
Zurück vor ihrem Haus stand plötzlich das Fahrrad des Postboten. Er wollte gerade hinein. Reflexartig sprach ich ihn an. Er erklärte, die Briefkästen seien an den Türen. Doch hineinzugehen fühlte sich nicht stimmig an. Das war ihr Raum. Ich bat ihn, den Brief mitzunehmen und er tat es. Auf der Rückfahrt mit dem Bus bat ich das Universum erneut um ein Zeichen. Ich schaute aus dem Fenster. An einer Hauswand stand: Trust the process.
Äußerlich bewegte sich nichts. Ich erwarte nichts. Und doch trug der Dezember Magie: „Alles findet dich“ – „In der Dunkelheit entsteht das Neue.“ Ich weiß nicht, wohin das führt. Aber ich vertraue. Die Worte, die gesagt werden wollten? Ein schlichtes, tiefes: Danke.
Danke- weil ich durch diesen Schmerz heilen konnte. Sie war mein stärkster Spiegel. Sie musste mich brechen, damit meine Fassaden fielen. Ich habe ihr einmal gesagt: „Ich habe keine Angst vor dir. Ich schaue dir in die Augen.“ Und ich tat es- hielt ihm stand. Ich lief nicht weg. Ich blieb. Und ich bin noch hier.

Integration und Sternenhimmel
Am Jahresende fühlte ich mich wie ein Mensch, der mit nichts als einem liebenden Herzen dasteht. Die höheren Bedeutungsebenen zeigten sich in Symbolen wie Sterntaler: Das Loslassen, die Leere, die Stille führten zu Vertrauen, Licht und Geborgenheit. Ich erkannte: Oben und Unten, Dunkelheit und Licht, Anfang und Ende sind eins. Die Transformation war vollzogen, und das neue Selbst war geboren, bereit, 2026 aus der Tiefe heraus zu wirken.
Meine Freundin und ich hatten eine Begegnung voller Intensität und Tiefe. Ich glaube, nie war mir jemand so nah. Sie hat mir erlaubt, ihr in der Tiefe zu begegnen und ihr Innerstes zu berühren. Dabei sah ich- tiefer als ich es teilte- durch ihre Schichten, sah die Muster und Fassaden, die Verletzlichkeit und Ängste. Ich sah ihre Schatten, das vermeintlich Unperfekte und doch war sie in meinen Augen wunderschön, perfekt, gut genug. Tief unter all dem sah ich ihre Schönheit- ihr Leuchten. Unsere Seelenverbindung war etwas Besonderes. Ein unvergessliches inneres Berühren.
Der Sternenhimmel- darunter sah ich uns einst liegen- Hand in Hand. Es war eines der letzten Bilder, das ich mit ihr teilte, kurz bevor sie verschwand. Wir lagen einfach da und schauten in den Sternenhimmel. Nichts tun- einfach nur im Sein. Ich bin eine Seherin. Die Vision vom Sternenhimmel mag nicht eine des Jetzt sein. Vielleicht ist sie eine der Ewigkeit.

Meine Heldenreise– Anfang und Ende berühren sich
Mein Jahresrückblick 2025 ist eine innere Heldenreise. Ein Epos- und ich die Hauptfigur. Noch immer bin ich tief bewegt von all dem, was geschehen ist. Habe ich das wirklich erlebt? Es wirkt manchmal surreal, wie aus einer fantastischen Geschichte.
Zwei Fäden haben dieses Jahr gewebt: meine innere Welt und die äußeren Ereignisse. Beide entwickelten sich schneller, als ich innerlich manchmal nachkam.
Ich schreibe mit Tränen in den Augen, spüre jedes Wort. Schließe meine Augen und atme: Es ist mein Weg. Meine Wahrnehmung. Mein Erleben. Und er hat mich alles gekostet sogar die Freundschaft mit meiner Seelenschwester. Mein Kopf weiß längst, dass es vorbei ist. Doch mein Herz trauert noch leise. Es braucht Zeit. Der Schmerz ist Wachstumsschmerz- ein Zeichen, dass ich mich bewege.
Das Schwerste war nicht nur, durch diesen Schmerz zu gehen. Das Schwerste war, weiterzugehen. Schritt für Schritt- und zu spüren, wie der Raum sich mit jedem Schritt weitete…und sie zurückblieb. Schwer war, die Distanz zu fühlen und nicht nur den Bruch. Es tat doppelt weh: der Abschied und zugleich mein Losgehen für mich. Die Unerreichbarkeit jeden einzelnen Tag auszuhalten.
Wenn ich heute in mein Journal schaue, sehe ich meine Entwicklung schwarz auf weiß. Nicht, um stolz zu sein, sondern um sie greifbar zu machen, sie zu würdigen, sie zu verankern. Bewusstsein und Transformation sind nicht „nebenbei“ passiert. Sie geschahen durch Hinsehen. Durch Zuwendung. Durch die Bereitschaft, mich selbst nicht mehr zu verlassen.
Die Magie des Dezembers… vielleicht ist diese Heldenreise auch die Erfüllung meines 13. Rauhnachtswunsches aus 2024. Mein Wunsch für 2025 lautete: „Ich genieße diesen kraftvollen Bewusstseinsschub.“ Er kam. Nur ganz anders, als ich es mir je vorgestellt hätte.
Mein Jahresrückblick 2025- Weitere schöne und besondere Momente






























Worauf bin ich 2025 stolz?
- Dass ich durch den Schmerz gegangen bin, statt ihm auszuweichen.
- Dass ich durch Trennung/Ghosting gewachsen und gereift bin.
- Dass ich meine Schatten angeschaut habe: Muster, Abhängigkeiten, Rollen.
- Dass ich Verantwortung für meinen Anteil übernommen habe, ohne mich zu verurteilen.
- Dass ich meine Monatsbegleitung kreiert habe– trotz innerem Chaos.
- Dass ich weitergeschrieben habe als ich am verletzlichsten war: ehrlich, tief, verletzlich.
- Dass ich Grenzen gesetzt habe, wo ich früher geschwiegen hätte.
- Dass ich früh erkannt habe, dass ich ihr (ihrem Selbst) nicht böse war und ihr Verhalten verzeihen konnte.
- Dass ich mein Nervensystem ernst genommen habe.
- Dass ich mir treu geblieben und immer noch eine liebende Seele bin.
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
- Mich mir selbst zuzuwenden und innere Arbeit/ Schattenarbeit zuzulassen.
- Meine Wahrheit und inneres Fühlen zu aussprechen.
- Nicht in Schuldzuweisungen zu verharren, sondern Schuld als Konzept zu erkennen und gehen zu lassen.
- Meine Gefühle zu fühlen, sie durch mich durchfließen lassen statt sie zu halten.
- Weiter zu schreiben und meine Erfahrungen authentisch zu teilen.
- Alleinsein zulassen und Leere nicht zu füllen.
- Loszulassen, was nicht bleiben wollte und mutig Schwellen zu überschreiten– ohne zu wissen, was kommt.
- Mich für Authentizität zu entscheiden– auch wenn sie unbequem ist.
- Mich für Integrität statt Harmonie um jeden Preis zu entscheiden.
- Ein neues Tempo zu wählen und es meiner Bewusstwerdung anzupassen.

Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
- Ich bin stärker, als ich dachte und gleichzeitig sensibler, als ich zugeben wollte.
- Meine Empathie hat Wurzeln: Schutz, Angst, Überleben und sie braucht heute Grenzen.
- Ich liebe tief und ich kann bei mir bleiben.
- Mein Wert hängt nicht davon ab, gebraucht zu werden.
- Stille ist kein Feind, sondern mein Raum des Bewusstseins.
- Ich kann mich neu finden, ohne mich zu verlieren.
- Ich darf Fehler machen, zweifeln, langsam/ pendelnd wachsen und bin liebenswert in jedem Moment.
- Ich bin nicht meine Muster. Ich bin diejenige, die sie erkennt.
Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?
- Schmerz ist ein HInweis genauer hinzuschauen.
- Ghosting kann viele Ursachen haben, aber es sagt nicht über meinen Wert.
- Liebe kann bleiben, auch wenn der Kontakt geht.
- Grenzen schützen Verbindung– sie zerstören sie nicht.
- Bewusstwerdung braucht viel Atmen, Erdung, Verkörperung, Alltag.
- Muster lösen sich nicht über Nacht; sie brauchen Geduld, Präsenz, Wiederholung.
- Verstehen ist gut- Verkörperung ist wichtiger.
- Dunkelheit ist keine Bedrohung, sondern mein Tor zur Transformation.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
- Für meinen liebsten & stärksten Spiegel der Welt und die unsagbar tiefe wie schöne Begegnung mit dir;) Ich werde dich nie vergessen.
- Für das einzigartige Erleben eines energetischen Zuhauses, in dem beide ihre Masken abnehmen und echt sein durften.
- Für die Menschen, die mich gehalten haben, die geblieben und neu dazu gekommen sind.
- Für meine treue Leserschaft, tiefen Begleitungen, wertschätzenden Rückmeldungen.
- Für mein Schreiben als Ausdruck, Verarbeitungs- und Heilungsraum.
- Für meinen Körper, der mich getragen hat. Danke, mein liebes Nervensystem.
- Für den unaufhörlichen Erkenntnissstrom, der mir dabei half, meine alte Version sterben zu lassen.
- Für die Liebe, die mich umgab und leitete- und für sie bleibt.
- Für jede Meditation, jede Träne als Gefühlsausdruck und Weg der Reinigung, jedes tiefe Eintauchen in die Stille.
- Für die unsichtbare Führung auf meinem Weg. Danke für: „Schau dir das alles ganz genau an!“

Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?
- Der plötzliche (Beziehungs-) Verlust meiner besten Freundin und das Gefühl für sie keine Bedeutung zu haben.
- Das Aushalten von Leere, Einsamkeit, Nicht-Wissen.
- Das Loslassen alter Rollen: Retterin, Heilerin, „Gutmensch“, der unbewussten Empathin.
- Selbstvorwürfe, Zweifel, Schuld.
- Die Rückkehr zu mir, mich zu spüren.
- Grenzen klar zu setzen ohne hart zu werden.
- Vertrauen zu behalten, obwohl vieles zerbrach- auch das Vertrauen ins Gute nicht zu verlieren.
- Dem Schmerz nicht auszuweichen und immer wieder hinzusehen auch, wenn es weh tat.
Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
- Meine innere Transformation– so schmerzhaft wie kraftvoll sie war.
- Mein Blog & meine Blogsserie Bewusste Verbindungen– entstanden aus dem tiefen inneren Verarbeiten meines Erlebens.
- Mein Losgehen für mich hat mir gleich 4 neue Angebote geschenkt: Monats- & Portaltagbegleitung, sowie Mondzirkel und Rauhnachtsbegleitung.
- Meine Fähigkeit, mich zu regulieren, zu erden, mich zu halten– insbesondere als ich allein war.
- Mein Mut, Dinge zu benennen und mir selbst treu zu bleben.
- Meine wachsende Integrität, die mir Stabilität und Halt gab, mich nicht wieder zu verlassen/ zu verlieren.
- Mein Ja zum Leben- mein Ja zu mir– dass ich nicht aufgab als es schwer war.
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2025?
- Co-Abhängigkeit, Drama und emotionale Verstrickung.
- Die Rolle der ewigen Retterin- jeder ist für sich selbst verantwortlich.
- Schuldgefühle– sie sind sinnlos und blocken Entwicklung.
- Anpassung, die mich kleiner macht.
- Definitionen, u.a.: „Ich bin meine Gefühle“.
- Die Identifikation: „Ich bin Empathin und sonst nichts“.
- Den inneren Dauer-Alarm.
- Das Bedürfnis, verstanden werden zu müssen und alles verstehen zu müssen. Jeder hat ein eigenes Verständnis, eine eigene Wahrheit.
Und ich nehme mit: Wahrheit. Klarheit. Sanftheit. Stille. Verantwortung.

Mein 2025 in Zahlen oder warum ich auf Zahlen pfeife
Wenn ich wollte, könnte ich zählen:
- Blogartikel
- Gänsehautmomente in meinen Begleitungen
- Newsletter- Abonennten
- Seitenaufrufe
- Follower
- geschriebene Wörter
Aber:
- Heilung und Bewusstsein misst sich nicht in Statistiken.
- Stille hat keine Kennzahlen.
- Mut lässt sich nicht zählen.
- Tränen tauchen in keiner Excel-Tabelle auf.
Mein Jahr lässt sich nicht in Zahlen fassen. Es erzählt sich in inneren Bewegungen. In Wellen des Schmerzes, der Integration, des Wachstums. Und diese sind unbezahlbare Erfahrung, die bleibt.
Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 anders (besser) mache
- Noch radikaler gut für mein Nervensystem sorgen.
- Früher Grenzen setzen: freundlich, klar, ohne Entschuldigung.
- Mehr Körperarbeit & Erdung.
- Räume schaffen für Freude, Leichtigkeit, Kreativität.
- Beziehungen wählen, in denen ich echt sein darf.
- Nicht alles analysieren, aber mehr fühlen, mehr leben.
- Mein neues Tempo ehren und meine kleinen Schritte würdigen.
- Vertrauen in mir entstehen lassen.
Statt Ziele fürs Neue Jahr überlege ich lieber, wohin ich meine Energie lenken mag?
- Mein tiefes Spüren wird mich leiten: Was ist dran?
- Mein Blog: Meine Fokus- Themen und einige neue Themen, z.B. Hochsensibilität, Empathie, Authentizität, Tiefe werden dazukommen.
- Meine Begleitungen: Ich öffne Räume der Tiefe und Transformation.
- Meine innere Arbeit: Stille, Bewusstwerdung, Integration, Wachstum in meinem Tempo und meiner Stimmigkeit.
- Meine Verbundenheit: Eine meiner Qualitäten ist es in die Verbundenheit des Jetzt einzutauchen. Ich mag mehr solcher stillen Momente kreieren.
- Mein Schreiben: Ich schreibe ein Buch zum Thema Bewusstwerdung– ich bin offen für Hilfe, egal ob Lektorat oder Verlag. Einfach gerne bei mir melden.
- Meine Reisen: Geistige Forschungs- und Bewusstseinsreisen, sowie neue irdische Orte bereisen– keine Ahnung, wohin es mich führt.
- Meine Präsenz leben und verkörpern– keine Ahnung wie, aber darauf läuft es hinaus.
- Wundervolle Momente mit lieben Menschen, alte wie neue Begegnungen, die an Tiefe gewinnen- im authentischen Miteinander.
Was darf 2026 Fokus meines Lebens sein?
Ich wähle MICH.


Liebe Saskia,
ist es nicht wundervoll, welche unfassbare Entwicklung wir in einem einzigen Jahr durchleben können?
Ich habe mit Spannung gelesen, wie du mutig und konsequent wieder zu DIR und deinem Körper gefunden hast.
Für das kommende Jahr wünsche ich dir von Herzen, dass du weiter deinen Weg gehst. Gemeinsam mit deinem Körper, Christina
Liebe Christina,
danke für deine Worte. Ich selbst bin immer noch tief ergriffen von meiner Reise durch dieses Jahr. Seitdem lebe ich ein neues Bewusstsein mit meinen Körper und bleibe bei mir. Danke für deine lieben Wünsche. Fürs Neue Jahr wünsche ich dir alles Gute, viel Gesundheit und Erfolg.
Liebe Grüße, Saskia
Liebe Saskia, wow, das war tief. Danke dafür, bekomme beim Lesen Gänsehaut, weil ich mich in Teilen wiedererkenne.
Hat keiner gesagt, dass Wachstum einfach ist, das ist leider so und ich habe es dieses Jahr ebenso erlebt.
Ich denke, wir betrachten es als Vorbereitung für 2026. Es ist ja alles zu irgendwas gut.
Von daher danke dir, liebe Saskia und möge dein 2026 ein Jahr der Freude und Ernte sein.
Liebe Grüße,
Sandra
Liebe Sandra,
danke für deinen wertvollen Blick und dein Teilen. 2025 hat uns alle gefordert, damit wir uns ent- wickeln. Und viele haben diesen Impuls wahrgenommen und umgesetzt. Ich hoffe, auch dein 2026 wird leichter und beschwingter werden. Dass es sich ordnet, nachdem sich nun alles neu zusammenfügt.
Ich wünsche dir für dein 2026 alles erdenklich Gute. Alles findet sich.
Liebe Grüße, Saskia