Ich bemerkte eine eigenartige Bewegung.
Wissen schien immer weniger bedeutsam.
Wahrnehmung rückte nach vorn.
Nicht nur in einigen Augenblicken des Tages,
sondern mehr und mehr.
Als würde ein Vorhang beiseite geschoben
und man erkennt,
was wirklich ist.
Leben neu betrachten.
Unendlich still.
Sichtbar werden lassen,
was immer schon da war,
und doch nie gesehen werden konnte.
Es musste nichts mehr erklärt werden, um zu sein.
Es durfte erfahren werden.
Vollends.
Wenn du neugierig bist, wie sich dieser Monat der Stille für mich angefühlt hat, lade ich dich ein, mit mir in diesen Monatsrückblick einzutauchen- als ehrliche Betrachtung dessen, was sich gezeigt und verändert hat.
Für alle, die sie zusätzlich nachspüren wollen, können auf Spotify in die Klänge der Playlist Juli RECOGNITION reinhören.
Und wenn dich diese Art des Innehaltens anspricht, begleitet dich mein Bewusstseinsletter in regelmäßigen Abständen weiter mit Gedanken, Einordnungen und sanften Impulsen aus dem Feld.
Berührungspunkte meiner Bewusstseinsreise Juli 2026
Mein äußeres Erleben: sichtbare Bewegungen
Daheim im Garten
Mein liebster Ort daheim ist wohl der Garten.
Nicht, weil es dort viel zu tun gäbe,
sondern weil es der Ort zum Verweilen ist.
Mit der Instandsetzung der Brunnenpumpe kehrte eine neue Lebendigkeit in den Garten zurück.
Als hätten sich die Tiere untereinander abgesprochen,
erschienen sie.
Vögel.
Schmetterlinge.
Libellen.
Igel.
Der tagaktive Igel hat mich wirklich überrascht,
als er durch das liegengebliebene Herbstlaub raschelte
und von Busch zu Busch lief-
schneller als man es ihm zutraut;)
Morgens ist es zur Gewohnheit geworden,
dass ich mich,
nachdem Kinder und Haushalt versorgt sind,
mit einer Tasse Kaffee auf die Terrasse setze.
Da ist nichts tun.
Einfach den Blick ruhen lassen.
In den Garten schauen.
Irgendwann schreibe ich.
Spüre ins Geschriebene hinein.
Schaue in den Garten.
Bin still.
Beobachte die Bewegungen.
Zeit vergeht-
ohne mich.



die Fußball- WM und das Meer
Am 18. Juli begannen die Sommerferien in NRW.
Wir fuhren an die belgische Küste-
nach Oostende.
Einen Tag später lief das Finale der Fußball- WM im Fernseher.
Betrachtung entstand.
Lautstärke neben Stille.
Rechts steht der Fernseher.
Nur weniger Zentimeter weiter links schaue ich durch das große Panoramafenster hinaus auf das Meer.
Man könnte nicht sagen, dass das Meer leise oder geräuschlos ist.
Es ist lauter als die A1, die ich daheim nachts von meinem Fenster aus höre.
Und doch differieren Geräusch und Lautstärke.
Wenn ich den Fernseher ausschalte,
ist es still.
Das Meer lässt sich nicht leiser stellen.
Es rauscht.
In seinem Rhythmus.
Seiner Lautstärke.
Vielleicht sind Rhythmus und Lautstärke die „falschen Wörter“.
Vielleicht sind es eher die natürlichen Bewegungen des Lebens-
und seine eigene Sprache.



zum Geburtstag
Geburtstag-
ein Tag von 365 und doch besonders.
Eine Zahl kippt in die nächsthöhere.
Was hat sich ansonsten verändert?
Nichts.
Vielleicht die Idee,
den Kreis mit der Zahl 47 beendet zu haben
und einen neuen Kreis zu beginnen.
Geburtstag als Erinnerung des Kreises.
Ein Ankommen nach 12/12.
Ich frage mich:
Was wurde da all die Zeit gefeiert?
Irgendwie erscheint mir allein die Vorstellung daran absurd.
Aber jetzt sehe ich es:
Zielerreichung wurde gefeiert.
Und dann stellt sich die nächste Frage:
Warum sollte nur an einem einzelnen Tag im Jahr Würdigung empfunden werden?
Warum nicht JEDEN Moment?
Ohne ein Anhaften an Zeitangaben.
Als unabhängige Würdigung des eigenen Lebens
in jedem Moment,
der ist.



Im Flow mit der Zeitqualität Juli: Tiefe leben & verkörpern
Die Monatsenergie im Juli hieß „Tiefer Frieden statt Bedürftigkeit- Ein Erkennen, das weicher macht“.
Es zeigt sich ein neuer Frieden durch Begradigung alter Felder.
Nichts ist wie es scheint. Alles ist beweglich.
Manchmal braucht es eine aktuelle Verortung und Dinge rutschen von allein in ihre Ordnung.
Beobachte und nimm wahr: Das Herz weitet sich, damit Frieden sich finden kann.
Da ist kein Verlangen mehr, einer Bedürftigkeit nachzujagen und Menschen zu verurteilen, wenn sie sich entziehen.
Die Gier versiegt. Das Unnatürliche weicht.
Es fließt wieder- als würden innere Dämme brechen, die zurückgehalten haben, um etwas zu kontrollieren.
Auszug aus dem Channeling zur Zeitqualität Juli 2026 ©
Wahrnehmen
Der Juli sprach von Bedürftigkeit.
Einem unstillbaren Hunger oder Durst.
Manchmal vielleicht von der Idee begleitet,
etwas vorenthalten zu bekommen,
was zusteht.
Spannungen werden sichtbar.
Ausgedrückt in Wut, Schuld, Vorwurf.
Beziehung erhält Zug.
Statt Nähe erfolgt Rückzug.
Da ist immer dieselbe Suchbewegung.
Aber wonach suchst du eigentlich?
Vielleicht ist es die Vorstellung,
dass Erfüllung außerhalb von dir wartet.

Integration
Um den Neumond spürte ich eine nie dagewesene Weichheit.
Wie ein Einsinken in Butter.
Selbst Butter werden.
Es war ein eigenes Gefühl,
sich so zu erleben.
Nachgiebig
und dennoch stabil.
Grenzen wurden weicher und feiner.
Verloren Abwehrcharakter.
Erschienen wie eine zarte Membran,
weil es nicht mehr brauchte.
Und dann als die Buttrigkeit nicht mehr zu überbieten war,
entstand unendlicher Frieden.

Verkörperung
Der Juli war ein weicher und sensibler Monat.
Er zeigte eine sanfte heilsame Bewegung auf.
Erst war da Bedürftigkeit.
Anklage statt Frieden.
Dann wurde es weicher und buttriger.
Grenzen wurden zarter, verloren Abwehrfunktion.
Statt Abwendung erfolgte Hinwendung.
Ein Hinschauen.
Sehen, was ist-
nicht,
was geglaubt wurde.
Annäherung wurde möglich.
Manchmal nur spürbar.

Mein inneres Erleben: Erkenntnisse aus der Stille
Das Ich
erschien das rosa Sofa.
Ich beobachtete still.
Ließ es sich entwickeln.
Meine Freundin erschien.
Manchmal sitzt sie dort.
Dann geht sie.
Beides darf sein.
Dann nahm ich eine weitere Bewegung wahr.
Das Ich.
Erstaunt sah es mich an.
Als könne es nicht glauben,
dass ich es sehe
und ich fragte:
Wer bist du wirlich?
Ich schreibe über unsere Begegnung in:
Als das Ich sich zu mir setzte.
Sie hallt immer noch nach.
Ich bin nachdenklich geworden.
Darüber, wie wir Dinge wahrnehmen.
und was daraus gemacht wird.
Manchmal glaube ich,
je näher ich ans Leben heranrutsche,
desto weniger weiß ich irgendetwas.
Vielleicht geht es gar nicht ums Wissen.
Sondern um Erfahrung.
Nicht, um daraus wieder etwas zu machen,
sondern um sie stehen- und wirkenzulassen.
Zuzulassen, dass etwas offen bleibt.

Der Tod
Das Ich war noch nicht verabschiedet,
da näherte sich der nächste Gast
dem rosa Sofa.
Der Tod.
Still stand er da.
Und verschwand.
Es entstand eine seltsame Synchronizität von Ereignissen:
- Das Testament.
- Das Treffen einer ehemalige Arbeitskollegin aus dem Hospiz beim Abendspaziergang.
- Die Mitteilung, dass eine gleichaltrige Bekannte im Hospiz lag.
- Das Stolpern über die Geschichte von Persephone, die zeitweise bei Hades in der Unterwelt lebte.
- Das rosa Sofa für die Sperrmüllabholung am Straßenrand stehen sehen.
- Und da war der Traum.
Die Begegnung mit dem Tod verlief
mit nicht minder viel Nachhall.
Ich schrieb auch über diese Begegnung in:
Als der Tod am Saum stand.

Das Vergessen
Ich stand im Meer,
ließ die letzten Wellen an meinem Körper auslaufen
und da kam das Wort „vergessen“ zu mir.
Ich betrachtete seine Qualität.
Manche Dinge oder Personen oder Ereignisse vergisst man direkt,
manche werden einfach im Laufe der Zeit vergessen,
andere will man vergessen,
wenige vergisst man nie.
Menschen tun viel dafür, lebendig zu bleiben.
Sie wollen nicht vergessen werden,
aber irgendwann ist jeder Mensch vergessen.
Dann hören Erinnerungen auf.
Geschichten werden nicht mehr erzählt.
Irgendwann verblasst Bedeutsamkeit.
Manche Begegnungen hinterlassen eine Resonanz,
die nicht an Anwesenheit gebunden ist.
Was wirklich tief berührt hat,
muss gar nicht sändig erinnert werden.
Es arbeitet weiter.
Unterhalb des Erinnerns.
Das ist etwas anderes als Festhalten.
Auf der Fahrt nach Oostende lief Chasing Cars im Radio.
Mir begegnete das Monatsthema:
Bedürftigkeit endet-
Frieden wird möglich.
We don’t need
Anything
Or anyone
Still hörte ich zu.
In der Nacht zuvor
war etwas geschehen.
Ich hatte einen Traum.
Nicht irgendeinen.
Sondern einen,
der unvergessen bleibt.
Vom Erleben der letzten Minuten.
Ich war auf dem Weg nach Oostende.
Diesmal nicht mit meiner Freundin.
Der Tod begleitete mich.
Es braucht nicht viel,
um glücklich zu sein.
Jeder Moment ist Würdigung.
Irgendwann sind alle aufgebraucht.
Ich stand im Meer-
der Tod am Saum.
Einverstanden
im Moment.
Und dann
stand
die Zeit
auf einmal
still.

Was ich im Juli gebloggt habe
Diese 7+1 Blogartikel wurden im Juli veröffentlicht bzw. aktualisiert

Wenn Sicherheit wegfällt – Wie innere Tragfähigkeit entsteht
Stille Notizen aus der Tiefe – Teil 11

Portaltage Juli 2026- Bewusst durch diese Zeit
Portaltage machen das sichtbar, was ohnehin im Feld liegt.

Vollmond und Neumond Juli 2026- Mondenergie bewusst wahrnehmen
Eine feine Energiequalität ergänzend zur Zeitqualität

12 von 12 Juli 2026- Leise Momente
Einblick in meinen Tag mit 12 Fotos und Begleittext.

Lughnasadh bewusst erleben – Dankbarkeit und innere Reife
Aktualisierung

Spirituelle Identität- Von der Idee, irgendwo anzukommen
Stille Notizen aus der Tiefe – Teil 12

Zeitqualität August 2026- Weniger werden, mehr du sein
Monatsenergie August 2026 mit sanften Impulsen

Bewusstseinsreise Juli 2026- Entrückt
Ein stiller Monatsrückblick
Zum Reinspüren: 5 stille Erkenntnisse
Menschen wollen nicht vergessen werden
Was bleibt, wenn Erinnern aufhört?
Warum weinen wir? Ist es wirklich Traurigkeit oder ein sich lösen?
Der Tod vergisst einen nicht.
Vielleicht reicht manchmal ein Anschauen, ohne etwas daraus zu machen.
Ausblick auf August 2026
Mein äußeres Erleben: Themen, die mich bewegten
Im Flow mit der Zeitqualität August: Tiefe leben & verkörpern
Mein inneres Erleben: Erkenntnisse aus der Stille
Leise Abschlussworte
Gefühlt bin ich im Juli noch stiller geworden
oder vielleicht auch noch leerer.
Ich stand im Meer
und hörte hinter das Rauschen.
Entrückt.
Vielleicht verändert sich,
worauf Aufmerksamkeit ruht.
Vielleicht um wiederzuerkennen,
was immer schon da war.
Es scheint nicht notwendig,
die Welt zu vergessen.
Vielleicht reicht Gegenwärtigkeit,
um das Wesen der Dinge sichtbar werden zu lassen.
Und vielleicht begegnen wir uns im Raum der Monatsbegleitung und teilen Wahrnehmung-
jenseits von Bewertung und Druck, etwas zu wissen.

✧ Ein Raum, in dem Bewegungen wahrnehmbar werden
Am 01.08.2026 öffnet die Monatsbegleitung einen fortlaufender Raum für dich,
wenn sich dein inneres Erleben gerade verdichtet
und du spürst, dass du wieder mehr bei dir ankommen möchtest.
Hier geht es nicht darum, etwas zu verändern.
Sondern darum, wahrzunehmen, was in dir geschieht– ohne dich darin zu verlieren.
In mehreren gemeinsamen Räumen im Monat begegnen wir dem, was sich zeigt.
Still. Aufmerksam. Ohne Druck.
👉 Wenn du dich darin wiederfindest, bist du hier willkommen.


0 Kommentare