12 von 12 August 2026- Leise Momente

Menschen möchten sich lebendig fühlen.

Sich spüren.

Erleben.

Daraus entsteht oft ein lautes, abwechslungsreiches Leben

mit einem jemand,

der etwas erlebt.

Mein Leben erscheint eigen.

Still.

Schlicht.

Unmittelbar.

Vielleicht entsteht Lebendigkeit nicht durch mehr sein,

sondern durch weniger werden.

Vielleicht berührt dieser Gedanke etwas in dir,

das erinnert werden will.

Vielleicht erscheint mein 12 von 12 August 2026

wie ein Blick durch ein kleines Fenster

in einen anderen Erfahrungsraum.

Mein Leben ist still.

Nicht, weil nichts geschieht.

Sondern weil Überlagerungen wegfielen.

Nicht durch Technik.

Nicht durch Methode.

Eher weil Boden bereitet wurde.

Ein neuer Tag beginnt.

Da ist Dankbarkeit.

Nicht wie sie in Affirmationen und Mantren erscheint.

Sondern tiefe spürbare Dankbarkeit für den Moment.

Da ist keine Eile.

Sie scheint mir irgendwann abhanden gekommen zu sein.

Das Fenster ist offen.

Frische Luft.

Wind.

Das Flüstern der Bäume.

Das Rauschen der Autobahn in der Ferne.

Murmelnde Stimmen vorbeihastender Menschen.

Vögel fliegen durch die Gärten.

Gleichzeitigkeit.

Ein Kaffee.

Schwarz.

Heiß.

Dampfend.

Die Luft füllt sich mit Kaffeearoma.

Die Nase schnuppert.

Das Gehirn reagiert mit Wiedererkennen.

Ein Lächeln.

Erstes vorsichtiges Nippen.

Augen schließen.

Genießen.

Moment.

Schauen.

Atmen.

Kein Gedanke.

Stille.

Im Garten sitzen.

Lebendigkeit ringsherum.

Ich mittendrin.

Der Brunnen fließt leise plätschernd.

Amseln, Drosseln, Meisen, Rotkehlchen, Elstern.

Sie erscheinen.

In ihrer Zeit.

In ihrem Tempo.

In ihrer Bewegung.

Manchmal entsteht ein Moment, in dem sich Blicke treffen.

Eine kurze Stille.

Innehalten.

Wer ist der Beobachter?

Wer der Beobachtete?

Perspektive wechselt.

Meine Hand schreibt.

Worte aus Wahrnehmung.

Zeitqualität.

Rückblicke.

Über das Leben.

Alles anders als du denkst.

Die Worte sind still.

Ohne Drama.

Ohne Bewertungen.

Ohne Überlagerungen.

Es mag eigentümlich erscheinen

in einer Welt,

die die Stille sucht

und die Lautstärke bewohnt.

Vielleicht magst du selbst ein wenig stiller werden.

Fülle

Ein Ort zum Verweilen.

Setz dich ein wenig dazu.

Lass uns lauschen.

Stiller werden.

Betrachten.

Vielleicht wird gerade etwas sichtbar.

Vor einiger Zeit zeigte sich ein Bild,

das ich lange nicht verstand.

Das von einem Kreis und einer Spirale.

Es zeigte mir eine Verschiebung,

die erst möglich wurde,

als der Boden bereitet war.

Kreis wurde Spirale.

Heute gebe ich den Artikel

Die Spirale- Warum Bewusstwerdung kein Ziel ist

ins Feld.

Wie einen Stein, den ich ins Wasser lege.

Ich muss keine Steine mehr werfen,

um Resonanzwellen zu erzeugen.

Es geschieht von selbst.

Vielleicht bleibst du noch einen Moment.

Liest die Worte.

Lässt sie nachklingen.

Bewusstwerdung

Dieser Text hält keine Bedeutung und zeigt keinen Weg.

Er entstand in einem Feld,

wo Bewusstsein begann

sich selbst zu betrachten.

Heute ist sein Moment.

Und ein weiterer.

Der 200. Blogartikel.

Ein kurzer Moment der Würdigung.

Mehr nicht.

Es muss nichts draus gemacht werden.

Weder aus ihm. Noch aus mir.

Weder aus meinen Texten. Noch aus meinen Wahrnehmungen.

Der Moment-

er darf vollständig

gesehen,

erlebt,

gespürt werden.

Und dann-

losgelassen.

Da ist kein Festhalten mehr.

Meine Hand ist offen.

Bei mir darfst du du sein.

Deine Maske darf für einen Moment abgenommen werden.

Es ist die Maske,

die du trägst,

um jemand zu sein,

der der Welt gefällt.

Leg sie einfach daneben.

Für einen Moment.

Spürst du, wie viel leichter es ohne sein kann?

Da ist ein Raum.

Um 19h öffne ich ihn.

Ein stiller Wahrnehmungsraum.

In dem du dir selbst begegnen kannst.

Langsam.

Dich wieder spüren.

Dich wieder wahrnehmen.

Kleine Kontaktpunkte.

Worte, die klingen.

Resonanzwellen.

Wieder selbst klingen.

Erinnern, was nie verloren war.

Nacht

Es ist Nacht.

Ein letzter Blick durch das offene Fenster.

Ich suche nichts.

Alles ist längst da.

Da ist Weite.

Der Sternenhimmel.

Ein neuer Text will geschrieben werden.

Betrachtung über die Betrachtung.

Worte, beginnen an Grenzen zu stoßen.

Können immer weniger benennen, was ist.

Nicht weil Worte fehlen.

Sondern, weil sie „zu klein“ geworden sind.

Noch ist meine Hand still.

Sie ruht.

12 von 12 August 2026- Leiser Abschluss

In mir verschiebt sich etwas.

Schreiben verändert sich.

Diese Momente sind nichts „Schlechtes“.

Sie zeigen nur, wo eine alte Ordnung nicht mehr trägt.

Früher lösten diese Momente ein Unwohlsein aus.

Inzwischen kann ich sie halten.

Still bleiben.

Wahrnehmen,

„Etwas verschiebt sich gerade“.

Und alleine diese Wahrnehmung reicht.

Es muss nichts gemacht werden.

Es muss auch nichts beschleunigt werden.

Raum darf entstehen.

Langsam.

Und irgendwann wird es leise sichtbar.

Wie ein Wiedererkennen.

Ein Lächeln.

Wenn dich diese Art des Innehaltens anspricht,

begleitet dich mein Bewusstseinsletter mit stillen Gedanken aus dem Alltag,

Beobachtungen aus inneren Bewegungen

und das,

was sich im Moment zeigt.

Wenn du wissen willst, wer ich bin,

findest du mich in meinen Texten und Räumen.

Und vielleicht sitzen wir irgendwann eine Weile still nebeneinander

und betrachten, was sich gerade zeigt.

Ich bin Saskia.

Ich schreibe über Bewusstsein, Zeitqualität und Integration.
Über das, was sich zeigt, wenn wir stiller werden und aufhören, uns selbst zu erklären.

Meine Arbeit bewegt sich zwischen Präsenz, Tiefe und Verkörperung.
Nicht als Weg, sondern als Raum.

Wenn du mich kennenlernen möchtest,
findest du mich in meinen Texten.

Saskia Dauvermann

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